Dienstag, 22. Juli 2014

stammzahlreduzierung

wie bereits angekündigt, führte ich in einem teil der pappelversuchsanlage eine teilweise stammzahlreduktion durch. die grüne krone ist bereits auf das obere viertel der bäume hinaufgewandert. eine erste nutzung schien mir daher sinnvoll. der erste teil sollte im laub geerntet werden, das laub soll dem holz das wasser entziehen. wie gut das gelingt, wird sich herausstellen.


im bild oben links der ausgeschnittene bereich, rechts der noch dicht stehende bereich.

gefällt wurde mit der ein-mann-fäll-technik. die bäume wurden mit einem hofrak und einer aufgebauten forstzange ausgezogen.


die ersten 25 bäume machen schon einen ordentlichen haufen. wie ergiebig der ist, wird sich nach dem hacken herausstellen.



ein-mann-fäll-technik

die stammzahlreduzierung - eigentlich ein begriff aus der forstwirtschaft - in meiner energieholzversuchsanlage hab ich mittels ein-mann-fäll-technik durchgeführt. das funktioniert ganz einfach.

auf der gewünschten fallseite wird der baum wie bei einem fallkerb eingeschnitten.


anschließend wird auf der rückseite eingeschnitten.

 

daraufhin fällt der baum in die gewünschte richtung oder legt sich auf das schwert der motorsäge drauf. in diesem fall wird er mit der hand umgedrückt.



zuletzt ist der rest durchzuschneiden.


Samstag, 19. Juli 2014

willkommen

herzlich willkommen im blog energieholz!

das thema beschäftigt mich schon seit etwa 1995. seit etwa 1998 vermehre ich jedes jahr bis zu 1000 pappeln und fallweise weiden in töpfen. 2005 pflanzte ich die erste energiewindschutzzeile und 2007 eine versuchsanlage mit 8 pappelsorten. die einige jahre später gepflanzte weiden-versuchsfläche wurde zu fast 100 % im zweiten standjahr vom rehbock vernichtet und wieder umgerissen.

in der versuchsanlage haben sich im wesentlichen die sorten af2 und monviso als erfolgversprechend herausgestellt, wobei monviso schatten zb. am waldrand besser verträgt. neben monviso und af4 wurden sirio, pegaso und a4a sowie unal, japan 105 und die pyramidenpappel gepflanzt. sirio wird sehr gerne vom wild verbissen und wurde auch um einen weg durch die anlage zu bahnen vollständig herausgeschnitten. sirio wäre als verbissholzart in verbissgefährdeten forstkulturen aber sicherlich ein thema. halb-meter-pflöcke bilden jedes jahr frisches futter für das reh und zum verfegen.

da ich holztechnisch hauptsächlich forstwirt bin, versuche ich die pappelanlage auch forstähnlich zu führen. die auf 1 bis 1,25 m abstand in der reihe gesetzten odder gesteckten bäume wurden im sommer 2014 teilweise auf die halbe bestandesdicke reduziert. in fünf bis zehn jahren wird dann wieder um die hälfte reduziert oder zur gänze genutzt. bei nochmaliger halbierung entstünde dann ein endbestand von 4 - 5 x 4 m.

meine intention bei energiepflanzen ist die nutzung von klein- und restflächen sowie von windschutzstreifen insbesondere für grundbesitzer, die sonst keinen zugang zu holz haben. sollte auch nutzholz benötigt werden, kann ich den riesenlebensbaum (thuja plicata) nur wärmstens empfehlen. er weist pappelähnlichen holzzuwachs bei höherer holzqualität auf. zuwächse von 3 cm pro jahr sind keine seltenheit. zudem ist er sehr förderlich für die bodengesundheit. allerdings astet er sich selbst nicht und ist sehr abholzig (der stammdurchmesser nimmt nach oben rasch ab).

fotos sind reichlich vorhanden und werden bei gelegenheit im blog veröffentlicht.

ich wünsche gut unterhaltung!